Fachgruppe Hospiz- und Palliativseelsorge
Das Engagement der Christen, sich besonders um Sterbende Menschen zu kümmern, hat seine Wurzeln im Auftrag Jesu und ist eines der sieben Werke der Barmherzigkeit. Zahlreiche Ordensgründungen mit dem Schwerpunkt der Krankenpflege belegen die lebendige Umsetzung dieses Auftrags wie auch die Errichtung von Hospizen im Mittelalter als Herberge für (kranke) Pilger auf den Wallfahrtswegen.
Wie ernst die Gläubigen, die Kirche und die Bischöfe diesen Auftrag in unserer Zeit nehmen, wird zum einen dadurch deutlich, dass sehr viele Hospizvereine von Christen gegründet und initiiert wurden. So wurde z.B.1986 in Aachen das erste stationäre Hospiz in Deutschland durch den Priester Dr. Türks erbaut. Zum anderen äußerten sich die deutschen Bischöfe bereits 1975, als es in Deutschland weder stationäre Hospize noch Palliativstationen gab, zu dieser Thematik: „In einer so grundsätzlichen Frage gilt es zunächst festzuhalten, dass jeder Mensch Anspruch hat auf ein menschenwürdiges Sterben. Das Sterben ist die letzte große Lebensaufgabe, die der Mensch zu bewältigen hat. Diese Aufgabe kann ihm niemand abnehmen, wohl aber kann und muss ihm dabei geholfen werden.“ (Das Lebensrecht des Menschen und die Euthanasie)
Wie die Erzdiözese diesen Auftrag heute konkret umsetzt, wird deutlich, indem sie Seelsorgerinnen und Seelsorger in diesen Bereich hineinsendet, um für die Sterbenden und deren Angehörigen sowie für das Team Zeugnis zu geben von dem menschenfreundlichen, sympathischen (= mitleidenden) Gott.
Die in diesem Bereich tätigen Seelsorgerinnen und Seelsorger vernetzen sich in einer eigenen
Fachgruppe.
Kontakt
PR Dr. Thomas Hagen,
Fachreferent für Palliative Care und Hospizpastoral, Klinikseelsorger
Lehrbeauftragter der Katholischen Stiftungsfachhochschule München, Mitglied der Arbeitsgruppe „Palliative Care“ der Deutschen Bischofskonferenz
Pacellistr. 8
80333 München
Tel. 089 / 2137-2311
thagen(at)eomuc(dot)de

