Gottesdienst AIDS
Aus der Presse:
“Aids & Spiritualität” in München
Neue Initiative katholischer und evangelischer Aids-Seelsorger
Zwei Mal im Jahr ökumenische Gottesdienste für HIV-Positive
München, 24. Oktober 2007 (ok) Unter dem Motto “Aids & Spiritualität“ werden künftig zwei Mal im Jahr ökumenische Wortgottesdienste für an Aids erkrankte Männer und Frauen angeboten. Damit werde einem Wunsch von HIV-Positiven entsprochen, teilten der katholische und evangelische Aids-Seelsorger in München, Pastoralreferent Ulrich Keller und Pfarrer Sebastian Kühnen, am Mittwoch, 24. Oktober, mit. Das Konzept „Aids & Spiritualität“, das den Wortgottesdiensten zugrunde gelegt wird, hat Pastoralreferent Keller erarbeitet.
Die Gottesdienste werden abwechselnd in einer katholischen und in einer evangelischen Kirche gehalten. Der erste Gottesdienst findet am kommenden Freitag, 26. Oktober, um 19.00 Uhr in der evangelisch-lutherischen Dekanatskirche St. Markus (Gabelsbergerstraße 6) statt. Der nächste Gottesdienst soll am 11. April kommenden Jahres um 19.00 Uhr in der katholischen Münchner Dreifaltigkeitskirche (Pacellistraße 6) stattfinden.
Das von Keller und Kühnen als „sehr offen“ charakterisierte Konzept soll als Angebot für von HIV und Aids betroffene Personen und ihre Angehörigen vor allem „Mut machen“. Es gehe nicht nur um das Gedenken an Verstorbene, so Kühnen. Bei dem Gottesdienst können sich die Teilnehmer auch persönlich segnen lassen und „Hoffnungslichter“ anzünden. Jeweils im Anschluss an den Gottesdienst stehen die Seelsorger sowie die in der Aids-Beratung tätigen Frauen und Männer für Einzelgespräche zur Verfügung. Die Initiative „Aids & Spiritualität“ wird nicht nur von den beiden Aidsseelsorgern, sondern auch von der Caritas-Aidsberatungsstelle in München getragen.
In der Erzdiözese München und Freising gibt es seit 17 Jahren eine Aids-Seelsorge. Erster Seelsorger für die betroffenen Menschen war Pfarrer Thomas Schwaiger. Die in neuer Form weitergeführte Seelsorge für Aidskranke übernahm Pastoralreferent Keller im Jahr 2004. Die Aids-Seelsorge im Erzbistum versteht sich laut Keller als „seelsorgliches Angebot im geschützten Raum“. Menschen, die mit HIV und Aids leben sowie deren Angehörige und Freunde fänden seelsorgliche Begleitung und ein offenes Gespräch.
Erstmals hatten in diesem Jahr zehn Aidspatienten an der jährlich von der Krankenhausseelsorge der Erzdiözese veranstalteten Krankenwallfahrt in den französischen Marienwallfahrtsort Lourdes teilgenommen. Kardinal Friedrich Wetter hatte dazu ein Zeichen der Solidarität gesetzt und einen maßgeblichen Zuschuss für Personen gegeben, die aufgrund ihrer persönlichen sozialen Notlage die Teilnahme an der Wallfahrt nicht selbst hätten finanzieren können. (wr)
