Krankenpastoral

Krank sein

Plötzlich oder langsam schleichend verändert sich das Leben. Der gewohnte Rhythmus ist weggebrochen, der vertraute Alltag verändert sich und die Zukunft sieht mit einem Mal ganz anders aus. Diese Umbruchzeit betrifft den ganzen Menschen in all seinen Dimensionen – oft körperlich spürbar, psychisch fühlbar und spirituell tastend. Diesen Prozess und die damit verbundenen Gefühle, Ängste und Sorgen wahrzunehmen, fordert einen jeden heraus. Den betroffenen Menschen hierbei zu begleiten, ist Aufgabe der Seelsorge.

Im Krankenhaus sein

Zugespitzt stellt sich diese Situation im Krankenhaus dar. Gerade bei wichtigen und weichenstellenden Momenten – sei es vor einer Operation, nach der Mitteilung einer Diagnose oder bei lebensverändernden Prognosen – ist es für den Kranken hilfreich, auf seine eigenen, ganz persönlichen Kraftquellen schauen zu können. Diese Ressourcen wahrzunehmen und letztlich daraus auch Kraft für den weiteren Lebensweg schöpfen zu können, gelingt häufig in einem seelsorglichen Gespräch. Dieses Gespräch zu suchen, ist Aufgabe der Krankenhausseelsorge.

Im Krankenhaus arbeiten

Täglich mit Krankheit, veränderten Lebensperspektiven und oftmals krisenhaften Situationen umzugehen, ist eine Herausforderung für alle im Krankenhaus Arbeitenden. Wie schwierig es ist, dabei auf die eigene Seele, die eigene Haltung und Einstellung zu achten, lehrt der Alltag. Aufgabe der Krankenhausseelsorge ist es, die Rückkoppelung an diese Basis innerhalb des Hauses präsent zu halten – sowohl allgemein auf den einzelnen Stationen als auch durch individuelle Gespräche.

In unserer Diözese nehmen rund 120 Krankenhausseelsorgerinnen und –seelsorger diese Aufgaben wahr. Diese arbeiten nach Öffnet internen Link im aktuellen FensterQualitätsstandards, die seit Juni 2007 in Kraft sind.